Zur Person: Hans Frey
 Persönliches
 Lebenslauf
 Links
 Impressum

  STARTSEITE
Hans Frey Ein waschechter Gelsenkirchner

Wer Hans Frey kennt, der weiß, dass Gelsenkirchen seine Heimat ist. Denn mit "dat" und "wat" geht der Gelsenkirchener Politiker nicht gerade sparsam um. Er ist sogar stolz auf seinen (dabei sprachlich korrekten) "Ruhrpottdialekt". "Damit auch jeder weiß, wo ich herkomme", sagt er augenzwinkernd. Und dabei ist Hans Frey studierter Germanist und Deutschlehrer. Ein Widerspruch? Keineswegs! "Man soll so sein, wie man ist", meint der SPD-Landtagsabgeordnete. So hat es Hans Frey immer gehalten, erkennen selbst politische Gegner an - ob in jungen Jahren als engagierter Jungsozialist, ob dann als sachkundiges Ratsmitglied oder schließlich als Landtagsabgeordneter. Hans Frey war und ist für ein klares und offenes Wort immer gut. "Natürlich verschafft das einem nicht nur Freunde", räumt er ein, "aber auf Dauer zahlt sich die ehrliche Auseinandersetzung mit offenem Visier aus."
Das erste Licht der Welt kam vom Weihnachtsbaum

Die besondere Bindung zu seiner Heimatstadt Gelsenkirchen ist für Hans Frey keine Schau, sondern Überzeugungssache. Und das nicht erst seit gestern, sondern seit dem 24. Dezember 1949, als er justament am Heiligabend die Bevölkerung der Stadt um einen weiteren Mitbürger bereicherte. Das erste Licht der Welt war denn wohl auch der Kerzenschein des Weihnachtsbaumes, der in der Luitpoldstraße 36 in Schalke stand. "Damals allerdings war die Gegend noch keine verkehrsberuhigte Zone", erinnert sich Hans Frey. "Da donnerten Laster über die Straße, während wir auf Trümmergrundstücken spielten und der Bäcker von nebenan im Hinterhof Schweine, Gänse und Hühner hielt." Hans Frey ist ein typisches Nachkriegskind, das noch beides am eigenen Leib erfahren hat: den Mangel und den Wohlstand.

Hans Frey mit seiner Schwester
Der kleine Hans mit seiner 6 Jahre älteren Schwester
Schicksalsschläge

Von Schicksalsschlägen wurde die Familie Frey schwer getroffen: 1950 stirbt der Bruder im Alter von 10 Jahren. Zwei Jahre später wird der Vater bei einem Autounfall getötet, die Mutter und er selbst schwer verletzt. "Die geringen Ersparnisse waren schnell aufgebraucht. Mutter musste arbeiten gehen, um meine Schwester und mich durchzubringen." Die Notlage der Familie, die mit dem Pfennig rechnen musste, war auch ein politisches Schlüsselerlebnis, eine Erinnerung, die mit zum späteren Eintritt in die SPD führte.
i-Dötzchen Hans Frey
Stolz zeigt
i-Dötzchen Hans seine Schultüte
Schon in der Schule aktiv

1956 marschierte der kleine Hans an Mutters Hand in die Volksschule (wie sie damals noch hieß). Stolz präsentierte er die Schultüte. Vier Jahre später wechselte er zum Grillo-Gymnasium, wo er sich schon als Knirps aktiv an der Schülermitverwaltung beteiligte. In späteren Jahren war er Mit-Initiator der Schülerzeitung "Janus", die sogar vom damaligen Kultusminister Girgensohn ausgezeichnet wurde. Und er war einer der ersten Schülervertreter, die nach Schaffung der gesetzlichen Voraussetzungen erstmals in der Geschichte des Landes an einer Lehrerkonferenz teilnehmen konnten.
Mit Volldampf durch die siebziger Jahre

Gleich nach dem Abitur musste auch Hans Frey zum "Barras", zur Infanterie. Ende 1970 begann er sein Studium an der noch ganz "frischen" Ruhr-Universität Bochum mit den Fächern Germanistik und Sozialwissenschaften. Sein Studium finanzierte er mit zahlreichen Nebenjobs - in einem Metallbetrieb, als Werkstudent bei der Stadtverwaltung und durch nebenberuflichen Unterricht an der Metallberufsschule. Übrigens! Nach bestandenem Examen kehrte der frischgebackene Studienrat an das Grillo-Gymnasium zurück und arbeitete dort als Pädagoge bis zu seiner Wahl in den Landtag im Mai 1980. "Die 70er Jahre waren eine tolle Zeit", sagt Hans Frey schwärmerisch. "Man war noch so herrlich unbeschwert und meinte, die ganze Welt läge einem zu Füßen." In dieser Zeit wurde auch eine Familie gegründet. Heute kann er nicht nur auf drei Kinder, sondern auch schon auf drei Enkelkinder zurückblicken.
Der Juso Hans Frey
Hans Frey als "alter Grieche"
Hans Frey als "alter Grieche" in einer Karikatur des Künstlers Herbert Daniel
Griechenland, Science Fiction und Sauerbraten

Vielseitig wie sein Leben sind Hans Freys Interessen und Hobbys. Griechenland hat es ihm als Land (und Meer) angetan, und die griechische Antike, über die er fachkundige Vorträge halten kann, begeistert ihn immer wieder. Sein Blick reicht aber nicht nur in die ferne Vergangenheit, sondern auch weit in mögliche Zukünfte, denn Hans Frey ist Science Fiction-Fan. "SF ist nicht nur Unterhaltung, sondern sie enthält mehr Wahrheit über unsere Ära als alle anderen Genres", pflegt der Kenner der Materie Skeptikern zu sagen. Freude macht ihm das Schreiben (so "erfand" er z.B. die SPD-Postille DIE NEUE), und manchmal wagt er sich sogar auf "künstlerisches" Eis (siehe Foto rechts). Noch heute spricht man von der von ihm konzipierten SPD-Zeitreise-Revue, die 1996 im Hans-Sachs-Haus mit einem Riesenerfolg aufgeführt wurde. Prima entspannt sich Hans Frey beim Klönen in geselliger Runde und kochen kann er auch, vorausgesetzt, er hat die dafür nötige Muße: "Nach meinem Sauerbraten lecken sich viele die Finger!" Leider lässt ihm der pralle Terminkalender wenig Zeit für seine diversen "Leidenschaften", aber, so gesteht er offen, wenn ihm die Politik einmal zu viel wird, nimmt er sich im Gegensatz zu früher einfach die Zeit. "Ich habe gelernt, dass man Diener, aber nicht Sklave seiner Termine sein soll. Irgendwo muß Schluss sein, damit man wieder zu sich selbst finden kann. Das tut dann anschließend der politischen Arbeit doppelt gut."
Hans Frey in der Zeitmaschiene
Zeitreiserevue: Hans Frey in der Zeitmaschiene
Der Politiker

Schon mit 17 Jahren schloss sich Hans Frey aus eigenem Wollen der Sozialdemokratie an. Die Erfahrungen aus den Kindertagen, die Jugendbewegung in den "wilden 60ern" und die Überzeugung, dass es nur mit einer starken SPD mehr Demokratie und soziale Gerechtigkeit geben kann, waren für seine Entscheidung ausschlaggebend. Seine ersten Jahre in der Juso-Arbeit haben ihn besonders geprägt: "Ich habe politisch viel dazu gelernt, musste manche Abstriche machen, habe aber auch gesehen, wie viel man umsetzen und gestalten kann." Frey (-übrigens ein "Krawatten-Muffel", der oft scherzhaft sagt: "Wer den Schlips erfunden hat, müsste heute noch nach Sibirien geschickt werden.") war dann von 1975-1980 Mitglied des Stadtrates. Hier profilierte er sich schnell als fähiger und sachkundiger Politiker, dessen Argumente und Rhetorik den politischen Gegner oft ins Schwitzen brachten. Das setzte er im Landtag erfolgreich fort, dem er jetzt - nach vier gewonnenen Wahlen - seit 20 Jahren angehört.

Schwerpunkt seit 20 Jahren: Bildung

Im Landesparlament widmet sich Hans Frey vornehmlich der Bildungspolitik, u.a. als Vorsitzender bzw. stellv. Vorsitzender des Landtagsausschusses für Schule und Weiterbildung. So hat er sich landesweit einen Namen als Bildungsexperte gemacht, ist er doch seit zwei Jahrzehnten an der Gestaltung aller wichtigen Reformen und Projekte der NRW-Bildungspolitik mittel- oder unmittelbar beteiligt.
Hans Frey und Gabriele Behler
Bildungspolitik ist schwierig und bedarf intensiver Vermittlung. Deshalb lassen es sich die ememaolige Schul- und Wissenschaftsministerin Gabi Behler und MdL Hans Frey auch bei sommerlichen Temperaturen nicht nehmen, mit den Menschen über Bildungspolitik zu diskutieren; hier auf dem traditionellen Parkfest der Bulmker SPD.
Hans Frey und Klaus Matthiesen
Hans Frey mit dem leider viel zu früh verstorbenen, unvergessenen Klaus Matthiesen, damals Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion. Frey: "Klaus Matthiesen war für mich nicht nur einer der talentiertesten Politiker, die ich je kennengelernt habe, sondern er war auch ein verlässlicher Freund, der uns in Gelsenkirchen wie kaum ein zweiter zur Seite gestanden hat. Ihm verdanken wir sehr viel."
In Düsseldorf aktiv für Gelsenkirchen

Einen gleich hohen Stellenwert hat für ihn die Vertretung der Interessen Gelsenkirchens und der Emscher-Lippe-Region. Hier konnte er durch seine oft unbequeme, hartnäckige Art zusammen mit anderen viel erreichen: die Internationale Bau-Ausstellung, die BuGa mit der Sanierung des Nordstern-Geländes, der Einsatz für die Solartechnik, der Ausbau des örtlichen Schulsystems und der Aufbau einer lokalen Wissenschaftslandschaft sind nur ganz wenige Stichworte in einer riesigen Zahl von Initiativen. Seine Tätigkeit in verschiedenen Führungsfunktionen der Partei, so u.a. als Vorsitzender der Gelsenkirchener SPD, haben diese Fülle ergänzt und abgerundet.
Hans Frey und Gerhard Schröder
Hans Frey hat gute Kontakte; hier im Gespräch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder und mit Ex-Ministerpräsident Wolfgang Clement.

Hans Frey mit Ministerpräsident Clement

Seitenanfang